Let me be your Chaperon...
...oder (für alle die den Song nicht kennen) eine Reise ins vorletzte Jahrhundert
Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei, und deshalb haben wir uns zum dritten Mal aufgemacht, um einem grauen Winterwochenende im grauen Melbourne zu entfleuchen. Sebi hat sich erbarmt und einen Ausflug nach Maldon organisiert, wo wir schon seit Jaaaahren die Chaperon winery besuchen wollten. Im Winter gibt es dort gemütliche candle light dinner, bei denen man bei leckerem Essen und in (für australische Verhältnisse) gemütlichem Ambiente Weine probieren kann. Einquartiert hatten wir uns für eine Nacht im Cumberland House in Bet Bet, damit uns der nächtliche Rückweg nach Melbourne erspart blieb. Für einen Moment fühlte ich mich ins Detmolder Freilichtmuseum versetzt, denn das Haus war tatsächlich aus dem vorletzten Jahrhundert. Von 1865 nämlich, ohne Heizung, aber mit Holzofen und offenem Kamin, und mit einer Originaltoilette von 1865, deren sensibler Spülmechanismus regelmässig von unsensiblen Gästen mangels des nötigen Feingefühls beim Abziehen zum Erliegen gebracht wird, wie uns der etwas skurrile Hausbesitzer und Vermieter erklärte. Gerade am letzten Wochenende sei eine Gruppe Doktoren dagewesen, und sogar DIE hätten es geschafft, das Dingen kaputt zu kriegen. Akademiker sind eben doch alle Theoretiker (o:
Zum Dinner gings dann zur winery, und bei Enten-Ravioli & Co haben wir es uns gut gehen lassen. Der Wein war erwartungsgemäß auch nicht zu verachten, und so haben wir natürlich einen kleinen Vorrat angelegt und mit nach Hause genommen. Die Frau des Winzers, Angelina Chaperon, soll deutsche Vorfahren haben (kaum zu glauben bei dem Namen), kein Wunder, dass der Wein gut ist (o;

Das stotternde Straßenschild: Hier gehts ab zu unserer Bleibe, dem Cumberland House
in der Bet Bet Betly Road in Bet Bet

Beim Candle light dinner bei Chaperon
Kerstin, Linda, Sandra, Paul, Femke, Sebi, Holger und Stefan

Das Essen war klasse, der Wein auch, Kaffee... naja, reden wir nicht drüber (o:
aber sie lachen ja noch, die Herren!

Die Mädels auch... muss vor´m Kaffee gewesen sein

Ausklang am Cumberland House-eigenen Kaminfeuer

gemüüüütlich!

Nachteil an einem Haus aus dem vorletzten Jahrhundert: die Toilettenspülung kann mal haken... und das am frühen Morgen.

Noch ein bisschen wine tasting auf dem Rückweg nach Melbourne:
Glück gehabt, der Winzer hat uns wirklich gespottet...

... und seinen Wein probieren lassen.

1 Kommentar:
Hallo Stefan,
viele Gruesse von Deinem ehemaligen Klassenkameraden Franz-Josef. Für unsere Abi 88 Wiedersehensfeier am 22.11.2008 wäre es nett, wenn Du mir Deine aktuellen Koordinaten (aktuelle e-mail sowie telefon und normalpost zusenden koenntest). Viele haben auch schon nach Dir gefragt! Kruzfristig an meine hotmailadresse fj.schuermann@hotmail.com wäre klasse.
Viele Gruesse ins Aussieland,
Franz-Josef
Kommentar veröffentlichen