Sydney, oder die fünftschönste Stadt der Welt
…nach Hamburg, Melbourne, New York und Steinheim (o:
Was macht man, wenn man ein Frauenwochenende pant, aber bereits in der Shoppingmetropole des Landes, in diesem Fall sogar des ganzen Kontinents lebt? Richtig, man fliegt nach Sydney, weil die schöne heimliche Haupstadt neben ‘shop until you drop’ praktischerweise auch noch andere Freizeitvergnügen zu bieten hat. Der erste geniale Schachzug war bereits mit der Buchung der Tickets getan: für den Hinweg gabs nur Handgepäck, für den Rückweg dann 23kg check-in Gepäck, so dass man keine Sorge wegen möglicher Gewichtsüberschreitungen nach der Shoppingeinheit haben musste (das diese Idee bei männlichen Nicht-Mitfahrern hochgezogene Augenbrauen ausgelöst hat versteht sich von selbst….).
Steffel und Sebi haben sich netterweise bereit erklärt, uns auf ihrem Weg nach Torquay in Avalon abzusetzen (2 Corsas, 7 Frauen, 2 Männer, jede Menge Handgepäck, ein Surfbrett und ein Bodyboard…), und ab da wars dann vorbei mit männlicher Begleitung. Jetstar hat uns (wegen schlechten Wetters nicht ganz erschütterungsfrei) nach Sydney geflogen, wo wir uns von einem airport shuttle nach Potts Point haben fahren lassen. Der Fahrer muss schonmal in Kilifi gewesen sein, jedenfalls haben seine Art, den Fahrpreis zu verhandeln und seine Fahrweise das mehr als nahe gelegt. Trotzdem sind wir heile, in Windeseile und auch ohne Taschen aus der nicht geschlossenen Kofferraumklappe zu verlieren an unserem sogenannten Budgethotel angekommen, und haben Quartier bezogen. Ein abendlicher Ausflug nach Kings Cross hat den Tag besiegelt, und wir sind rechtzeitig schlafen gegangen, und Kräfte fürs Einkaufen zu sammeln.
Den nächsten Tag haben wir dann auch genauso verbracht: shoppenderweise. Nach einem Fussmarsch vom Hostel durch den botanischen Garten zur Oper haben wir die relativ schnell hinter uns gelassen, weil sich die in der Sonne strahlendweisse Oper an diesem Tag nicht gegen den Himmel abhob: Grau in grau stand sie da, und war wahrlich kein ergreifender Anblick. In den ‘Rocks’ haben wir aber Beschäftigung gefunden, einen wunderbaren Markt, bei dem wir schon alle die ersten Dollarien gelassen haben. Danach gings weiter in die City, und gegen spätem Nachmittag sind wir von da voll bepackt wieder nach Hause getrottet. Wir mussten uns ja noch hübsch machen, denn abends stand ein Besuch der (grauen!) Oper an. Edward Elgar stand auf dem Programm, ein echter Aussie Komponist aus dem vorletzten Jahrhundert.
Am Sonntag war dann auch endlich der Himmel wieder blau, und damit stand einem Strand- bzw. einem weiteren shopping Tag nichts im Wege. Auf gings also nach Manley, weil ja dort bekanntlich eine Kombi aus beidem möglich ist. Surfshop neben Surfshop, ich schätze Billabong, RipCurl, Quicksilver und Co. haben einen anständigen Anteil ihres Umsatzes an diesem Tag der Melbourner Kundschaft zu verdanken.
Das noch übrig gebliebene und nicht in Bikinis investierte Geld wurde dann abends in Darling Harbour angelegt, weniger gut allerdings, denn das Restaurant für das wir uns nach einigem Hin und Her (Fisch oder kein Fisch, das war hier die Frage) entschieden haben, war eher nicht das Highlight des Tages. Aber was soll's, mit vollen Einkaufstüten und einem gut gekühlten Pure Blonde zum Abschluss war das fast schon Nebensache...
Am Montagmorgen hiess es dann ganz schön früh aufstehen: der erste Flieger des Tages hat uns nach Melbourne zurückgeflogen, wo wir mit Sack und Pack direkt vom Flughafen zurück ins Labor gefahren sind. Da, wo das Wochenende 2 1/2 Tage vorher angefangen hatte, hörte es dann auch endgültig wieder auf.
Shoppingmarathon. Und das war erst der Samstag...

Erholung mit einem Schlückchen 'Bubbly' an der Oper...

...mit der Aussicht auf die Skyline im Sonnenuntergang!

Svenja, Kerstin, Silvia, Linda, Sandra, Jenni, Tine

Oper im Dunkeln

und vor blauem Himmel

auf dem Weg nach Manley

Manley Beach. Hier sonnt 'man(n)' sich in Sydney. 'Frau' shoppt... wir zumindest!
Der Luna Park von der Oper aus

und die Oper vom Luna Park aus

das Wahrzeichen in seiner ganzen Pracht-
bis auf den braunen 70-ger Jahre Betonsockel ganz ansehnlich

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