Montag, Mai 23, 2011

Flinders Ranges oder ein Roadtrip ins Outback

Lange ist's her, aber noch nicht lange genug, um dem Blog diese Bilder vorzuenthalten... zu Ostern 2011 stand uns nach der Faulenzerei am Strand der Sinn nach einem Road Trip. Lange hatten wir ueberlegt, ob es total oder nur ein bisschen verrueckt ist, nur ueber ein verlaengertes Wochenende von Melbourne aus in die Flinders Ranges in South Australia zu fahren, immerhin ein Roadtrip von knapp 1200km - one way - und das nicht gerade auf Strassen die den Namen 'Highway' verdienen! Da uns aber lange Wege bisher selten abgeschreckt haben (das waere auch ziemlich schlecht in Australien) hatten wir beschlossen, die Ellie zu satteln, und am fruehen Karfreitagmorgen aufzubrechen. Natuerlich gabs puenktlich zum Start des Osterwochenendes Nieselregen bei fast arktischen Temperaturen, aber es sollte ja nach Norden gehen, und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, auch die auf gutes Wetter. Und tatsaechlich, je weiter es nach Nord-Westen ging, desto waermer und wolkenloser wurde es. Die erste Zwischenuebernachtung wollten wir schon in South Australia am Murray River verbringen, was sich allerdings aufgrund von diversen Ueberschwemmungen etwas schwierig gestaltete. Der Murray River hatte soviel Wasser wie seit Jahrzehnten nicht, bushcamping fiel also erstmal aus. Statt Abendessen brutzeln am Lagerfeuer gabs also nur ein Sueppchen vom Campingkocher, und zum Nachtisch ein kleines Kaesefondue von unserem Schweizer Camping-Kaesefondue-Set, einem Geschenk von Till und Shini. Herrlich, so gehts auch auf einem  kommerziellen (sprich eigentlich langweiligen) Campingplatz. Fruehmorgens ging es dann sofort weiter, so dass wir am naechsten Mittag Wilpena Pound als zentralen Punkt des Flinders Ranges NP erreichten. Wegen der Kuerze des Trips hatten wir beschlossen, hier fuer die naechsten Naechte unser Lager aufzuschlagen, anstatt Zeit mit Auf- und Abbauen zu verschwenden, obwohl wir liebend gerne einige der bushcamping Plaetze naeher erkundet haetten. Wilpena Pound war also unser Stuetzpunkt, von dem wir den NP aus erkundet haben:

Erster Ausblick auf das Bunyeroo Valley beim 'sunset drive'

Geschafft! Ausblick vom Gipfel des Mount Ohlssen Bagge ueber Wilpena Pound! 
4 Stunden return fuer 6.4km! Aber ein strammer Marsch tut gut nach soviel Gurkerei im Auto!


Am Wilpena Pound Airstrip - 
die weniger anstrengende Art, sich die Welt von oben anzusehen! Wir buchen den ersten Flug des Tages, weil ja bekanntlich das Licht bei Sonnenaufgang am schoensten ist - und wir werden nicht enttaeuscht! Nachdem wir einmal die Startbahn auf und ab gefahren sind um die Kaenguruhs zu verscheuchen, geht's aufwaerts mit wahnsinnigen Ausblicken und...


...einem praechtigen Farbenspiel zum Sonnenaufgang!

Wilpena Pound in seiner ganzen Pracht... 


 ...erst von oben gesehen nimmt man die volle Groesse wahr...

... und die aufeinander folgenden Ketten von Huegeln, die sich wellenartig um den Pound ausbreiten... 


 ... und von denen diese hier 'Crocodile's tail' genannt wird

nochmal der 'Crocodile's tail' 

 An der Ostseite von Wilpena Pound, angeleutet von der aufgehenden Sonne


 ganz schoen gruen fuers Outback


 Weitblick!

Rast bei spaeterer Rundfahrt um den Wilpena Pound:  
Das Prairie Hotel in Parachilna...


... bekannt unter anderem fuer sein signature dish: der Outback Teller -
Strauss- und Kaenguruh Steak und Kamel Wuerstchen 
und Kartoffelpue (zu Stefans Freude) und einem Alibi-Salat (zu Lindas Freude)

Die Abende haben wir dann hier endlich wie erhofft am waermenden Lagerfeuer verbracht, mit heissem Tee statt Kaltgetraenken, fuer die es nach Sonnenuntergang wahrlich zu kalt wurde, und einem Sternenhimmel der seinem Namen gerecht wurde. Herrlich, es geht zum Glueck auch noch ohne overwater bungalows... (o: 
Froh, dass wir den langen Weg nicht gescheut haben, waren wir dann puenktlich Dienstagnacht wieder in Melbourne, mit 3000 km mehr auf dem Tacho, viel Wuestenstaub im Gepaeck, und mal wieder jede Menge schoener Erinnerungen an einen tollen Ausflug! 

2 Kommentare:

Zentrale hat gesagt…

Hallo Aussies,

das sind ja mal wieder herrliche Beweisfotos dauerurlaubender Auswanderer auf Zeit (ja ja ich weiß, dass man arbeiten muss, um Urlaub machen zu können...)

Sunny hat gesagt…

:-) netter Kommentar der Zentrale! Wieviele Jahre müsst ihr eigentlich noch bleiben, um den Rest des Kontinents zu erkunden?!?
Dickes Bussi! SML

 
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