Oman 2018
Als sich im Juli abzeichnete, dass Stefan im November einmal mehr der Arbeit wegen nach Deutschland fliegen würde, lag natürlich die Idee nicht fern, einen Familientrip daraus zu machen, um das neue Familienmitglied der Familie daheim vorzustellen. Da ausserdem die Gelegenheit günstig war (im Sinne von passender Reisezeit) hatten wir uns überlegt, endlich den schon lange als Idee im Hinterkopf existierenden Trip in den Oman mit einzuschieben. Bei unserem Standard-Stopp in Abu Dhabi musste man ja eigentlich 'nur' aussteigen, einen Mietwagen nehmen, und in den Oman 'rüberfahren'. So die Theorie. Nach einer für unsere Verhältnisse guten Vorbereitung (man hat nu' Kinder dabei und die Notfallübernachtung im Auto wäre nicht mehr so attraktiv) ging es dann im Oktober tatsächlich los!
Nach längerer Suche hatten wir bei unseren Vorbereitungen auch einen Anbieter gefunden, der erlaubte, Mietwagen mit über die Landesgrenze von den UAE in den Oman zu nehmen - gegen ein geringes Aufgeld versteht sich. Für eine Zusatzversicherung nämlich. Soweit so gut, was bleibt einem übrig! Als wir dann schnell unser Gepäck ins Auto schmeissen und losfahren wollten stellten wir allerdings fest, dass uns der nette Herr von der Autovermietung ein upgrade hatte zukommen lassen: Ein Riesenschiff von Auto, das zwar all unser Gepäck (Sommergepäck für den Oman, Wintergepäck für Deutschland, einen Kinderwagen und drei Kindersitze) ohne Probleme verstauen konnte, aber leider keinen Allradantrieb hatte, wie eigentlich gebucht und notwendig für bestimmte Strecken im Oman. Da war dann aber leider nichts mehr zu machen, und so sind wir ein bisschen zähneknirschend in unser Raumschiff gestiegen und losgefahren. Nach 2 Stunden Fahrt waren wir auch schon in der Grenzstadt Al Ain, wo wir für eine Nacht Quartier bezogen haben, um am nächsten Tag in alter Frische den Grenzübertritt anzutreten.
Dieses hätte auch eigentlich ganz einfach über die Bühne gehen können, wäre die Information im Lonely Planet bezüglich des korrekten Grenzübergangs nicht komplett veraltet gewesen. So waren wir mit drei müden und genervten Kindern erstmal einen halben Tag damit beschäftigt, den richtigen Grenzübergang von den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman zu finden. Hätte man mal vorher das Internet befragt anstatt sich auf ein Buch zu verlassen.... Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer, und am Ende war dann alles gar nicht so schlimm, auch ohne Allradantrieb und nur einen Tag verspätet sind wir zu unserem ersten Ziel gekommen, dem Jebel Shams. Von über 3000m Höhe bot sich ein einmaliger Ausblick in den Grand Canyon Omans, ins Wadi Ghul!
Unser nächster Stop war Nizwa, von wo aus wir ausgiebigst das Bahla Castle, das Nizwa Fort, den Souq und natürlich die lokale Restaurant-Szene erkundet haben. Über Chicken-Shawarma und bei grassgrüner Limetten-Minz-Limonade haben wir abends die Tage Revue passieren lassen und dem örtlichen Treiben zugesehen.
Am Eingang zur Wüste Sharqiya Sands hatte unser Auto dann leider tatsächlich Pause, und musste an der örtlichen Tankstelle in Biriya bleiben, denn im Wüstensand wollte man ohne Allradantrieb bei schweisstreibenden Temperaturen wirklich nicht liegenbleiben. Ein shuttle service hat uns stattdessen zu unserem Beduinencamp gebracht, natürlich nicht ohne zusätzlichen Obulus, einer gewissen Verzögerung und Verwirrung bezüglich unserer Buchung, und selbstverständlich ohne auch nur einen Kindersitz. Aber wie wir schon auf vorherigen Reisen gelernt haben: Hakuna Matata ist eine durchaus angebrachte Lebens- und Reiseeinstellung! Die Farben und Formen der Wüste waren einfach unglaublich und wir waren ganz froh, uns ganz aufs Fotografieren zu können und nicht aufs Fahren konzentrieren zu müssen.
In Sur haben wir ein wenig Küstenluft geschnuppert und das Schildkrötenschutzgebiet Ras al Jinz besucht. Beim Mondschein haben wir Riesenschildkröten beim Nestbau, und Babyschildkröten beim Schlüpfen beobachtet. Priceless, und sogar Hannah hat die nächtliche Wanderung im Mondschein zum Strand und zurück ohne Murren mitgemacht.
Weiter im Norden stand dann ein bisschen Strandurlaub und der Besuch vom Mutrah Souq in Muskat auf dem Programm, sowie der Besuch der Sultan Quaboos Moschee. Leider hiess es dann nach fast zwei Wochen dann schon wieder Abfahrt Richtung UAE, wo wir dann noch einen Tag in Abu Dhabi verbracht haben, um die Grand Mosque zu sehen.
Fazit: Der Oman ist ein herrliches Reiseland! Es gibt so viel zu sehen und zu tun, dass wir noch locker weitere 2 Wochen voll bekommen hätten. Die Menschen sind so gastfreundlich und herzlich, wie man es selten erlebt und wir hätten uns alle gewünscht, noch mehr Zeit hier verbringen zu können! Wir kommen sicher nochmal wieder, wir kennen ja jetzt den richtigen Grenzübergang (o:
Eine kleine, aber natürlich nicht vollständige Auswahl von Bildern:
Ausläufer vom Wadi Ghul
Verlassenes Dorf in Oase am Wadi Ghul
Fahrt zum Jebel Shams
Bergdörfer
Blick vom Jebel Shams ins Wadi Ghul
Blick vom Jebel Shams ins Wadi Ghul
Berglandschaft Richtung Jebel Shams
Bahla Fort
Im Bahla Fort
Bahla Fort
Nizwa Fort und Moschee
Rund um's Nizwa Fort
Sharqiya Sands
Unsere Bleibe in der Wüste
Dünenklettern
Shuttle
Kamelreiten
Dünenlandschaft
Pause im Schatten
Badebucht Muscat Hills
Badebucht Muscat Hills
Muscat Hills - Strandurlaub
Chilling out
Beach Bungalow Muscat Hills
Ras al Jinz - Riesenschildkröte
Strand in Sur
Leuchtturm von Sur
Markt in Mutrah, Muskat
Sultanspalast in Muskat
Sultan Quaboos Moschee, Muskat
Sultan Quaboos Moschee, Muskat
Grand Mosque, Abu Dhabi
Grand Mosque, Abu Dhabi
Grand Mosque, Abu Dhabi
Grand Mosque, Abu Dhabi














































2 Kommentare:
Hey Alter,
Deinem Grinsen konnten die letzten 14 Jahre nichts anhaben - Alle Achtung
Wollte nur mal kurz "hallo" sagen
Liebe Grüße
Rolf Buchmann
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