Broome Juli 2019
Schulferien. Ausreichend Flugmeilen im Konto. Annika unter 2 und damit noch gebührenfrei fliegend. Drei Gründe, dem winterlichen Melbourne zu entkommen und ein paar entspannte Tage rund um Broome zu verbringen. Und am Cape Leveque, denn mal ehrlich, das Cape ist der Grund, warum es sich lohnt, den weiten Weg ins nördliche Westaustralien hin und wieder auf sich zu nehmen. Dieses Mal hatten wir beschlossen, alle unsere Campingausrüstung mitzunehmen, denn wenn man alles in verschiedensten Ausführungen in der eigenen Garage hat, braucht man schliesslich nicht alles einzeln und für teures Geld zu mieten. Und unsere geliebte Variante von Dachzelt auf Allrad-Mietwagen ist nun, nachdem wir zu fünft sind, wirklich endgültig nicht mehr praktisch, ich muss es einsehen. Und so haben wir uns mit einem ganzen Haufen Expeditionsausrüstung einmal wieder auf den langen Weg über Perth nach Nordwesten gemacht. Die Mitreisenden haben allesamt grosse Augen gemacht als wir nach Ankunft im mokelig warmen Broome die ersten 15 Gepäckstücke vom Laufband auf unsere Gepäckwagen umgeladen haben und haben sich sicher gefragt, in welche Art von Mietwagen das wohl alles passen sollte. Das wiederum war dann aber kein Problem, schliesslich haben wir ja mittlerweil Übung mit (halbwegs) effizienten Packstrategien.
Die ersten paar Tage haben wir dieses Mal in der Vogel-Beobachtungsstation verbracht. Die Wegweiser dorthin hatten wir schon in früheren Urlauben bemerkt, uns aber bisher nicht die Mühe gemacht ihnen zu folgen. Ein Fehler, denn was wir nach einer halben Stunde auf roter Sandpiste gefunden haben, war ein sehr entspanntes und interessantes Fleckchen, mit (wie zu erwarten) vielen Vogel-Liebhabern inklusive einer ganzen Studiengruppe auf Exkursion. Hier angekommen haben wir es erst einmal langsam angehen lassen. Lilia wurde flugs von den Studiengruppe adoptiert und hatte grossen Spass am Vogel-Bestimmungstreffen im Küchenzelt. Am Strand gab es alte Dinosaurierspuren zu entdecken, und in der Nacht unter klarstem Himmel Sterne zu beobachten.
Nach ein paar Tagen ging es nach einem Grosseinkauf weiter zum Cape, eine mehrstündige Fahrt, da von den mehr als 200 km ungefähr die Hälfte eine un-asphaltierte, sandige Outbackpiste ist. Etwas anstrengend zu fahren, aber ur-australisch. Wie immer haben wir am Cape im Kooljaman Resort 'gewohnt', wo wir dieses Mal in einem der Beach Shacks am Ende einer Sandpiste campiert haben. Herrlich. Campieren mit direkter Aussicht aufs Meer, was will man mehr?!
Wie immer bemerken wir, dass dieses Fleckchen von Australien wirklich besonders ist. Die Mühe, jeweils einen kompletten Tag für die An-und Abreise aufzuwenden ist es jedesmal wert. Schon bald soll eine geteerte Strasse Broome und das Cape Leveque verbinden. Was ohne Zweifel wichtig für die abgelegenen Gemeinden in dieser Region ist, wird hoffentlich nicht den Charakter dieser Gegend komplett verändern... Ich würde sagen wir warten es ab und werden uns bei passender Gelegenheit ein eigenes Bild von der Situation machen 😁


















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