Montag, September 17, 2007

Malindi

Am Samstag stand ein Ausflug nach Malindi auf dem Programm. Alison hat sich netterweise angeboten, mir ein bisschen Orientierungshilfe zu leisten und mich zu begleiten. Nachdem wir huebsch frueh aufgestanden waren sind wir losgezogen, um uns in ein Matatu zu zwaengen, dass uns Richtung Norden bringen sollte. ‘Matatu’ ist wohl am besten mit Sammeltaxi zu uebersetzen und ist die Alternative zum oertlichen Bus, der zwar ein bisschen bequemer und schneller ist, aber nicht wirklich immer den Fahrplanen folgt. Ein Matatu ist in der Regel ein Bulli mit ca. 15 Sitzplaetzen plus Fahrer. Losgefahren wird dann, wenn dat Dingen voll ist…was aber nicht heisst, dass das der Fall ist, wenn 15 Leute plus Fahrer drin sind. Es wird gestopft wo es geht, denn die Fahrt muss sich ja lohnen. Die Hoechstbesetzung war zwischenzeitlich 21 Leute und zwei Babies, Fahrer nicht mitgezaehlt. Ihr koennt Euch vorstellen, wie bequem bzw. unbequem das ist, besonders dann, wenn mindestens die Haelte der Mitfahrenden auch noch Saecke mit Kartoffeln oder einen Korb mit Eiern dabei hat. Nun denn, die Fahrt nach Malindi kostet auch nur 2 Aus $ (=1.20 Euro), was soll man sich da beschweren?!
Im Gegensatz zum chaotischen Mombasa scheint es in Malindi ein bisschen ruhiger zuzugehen (sofern man ‘ruhig’ in Kombination mit einer afrikanischen Stadt verwenden kann). Zuerst haben wir ein Tuk Tuk Richtung ‘little Italy’ genommen, wo wir in einem total coolen italienischen Supermarkt Kaese, Risottoreis und Aepfel gekauft haben (Aepfel sind hier schwer zu bekommen, warum auch immer). Danach haben wir zu meiner grossen Freude einen richtigen Cappuchino getrunken, mit aufgeschaeumter Milch und allem! Zum Mittagessen gabs eine Minipizza mit echtem Mozzarella. Mann, ich glaube hier fahre ich oefter hin.
Den restlichen Vormittag haben wir damit verbracht, Souvenir-, Einrichtung- und Stofflaeden abzuklappern. Gott sein Dank gibt es die Quarantaenevorschriften in Australien, sonst haette ich ein mittleres Vermoegen fuer Holzmoebel- und Souvenirs ausgegeben (o: Am Nachmittag waren wir noch kurz am Strand, der mich wenig bis gar nicht beeindruckt hat. Vielleicht liegts daran, dass man in Australien die Great Ocean Road und Wilsons Prom vor der Haustuer hat, und mittlerweile einigermassen verwoehnt und schwer zu beeindrucken ist )o: Zurueck nach Kilifi haben wir dann uebrigens doch den Bus genommen, der auch wartet bis er voll besetzt ist, was wiederum erklaert, warum er sich nicht an Fahrplaene haelt…man lernt ja nie aus!



Strasse nach 'little Italy' in Malindi



erstaunlich, wieviel und was man alles auf dem Kopf transportieren kann. Habe auch schon Frauen mit ganzen Tischen auf dem Kopf gesehen, die auch noch froehlich dabei geplaudert haben



aus einem fahrenden Tuk Tuk heraus



Kokosnuss-Verkaufs-Fahrrad und jede Menge junge Kundschaft



Fenster im Swahili Style



Alternative zum Tuk Tuk: das Fahrrad-Taxi. Frauen duerfen aber nur im Damensitz auf dem Gepaecktraeger sitzen, ein Grund, warum das Fahrrad-Taxi fuer mich schon ausscheidet (ich wuerde wahrscheinlich runterfallen...)



Minidorf an der Strasse zwischen Kilifi und Malindi



Wohnen im Gruenen...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wenn Du schon schreibst, dass Dich afrikanische Strände ob der Tatsache, die Great Ocean Road vor der Haustür zu haben nicht mehr beeindrucken können, dann sehe ich für eine baldige Rückkehr in ein kleines Land mit 'hässlichen' Ost- und Nordseestränden schwarz... :-(

Weiterhin viel Spaß und solch eine gute Berichterstattung wünsche ich Dir und mir...

Gruß, M.

 
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