Nachdem die Zeit mit Mama und Papa und der Hannoveraner Fraktion wie im Fluge vergangen war, musste es schon wieder weiter gehen: Zuerich-Nairobi-Mombasa stand fuer heute auf dem Reiseplan, und so hat mich dann die liebe Familie nach einem letzten gemeisamen Fruehstueck wieder zum Flughafen gebracht. Die ‘Swiss’ hat mich dann puenktlich und sicher in Nairobi abgeliefert, und von dort gings dann noch mit Kenyan Airways weiter nach Mombasa. Mittlerweile war es schon wieder mitten in der Nacht, und so war ich froh, dass ich mein Gepaeck ausnahmsweise als erste vom Band nehmen konnte (es geschehen noch Zeichen und Wunder), und der Fahrer, der mich abholen und nach Kilifi bringen sollte schon wartend bereit stand. Nach einer 90 minuetigen Fahrt ueber eine Buckelpiste die ihresgleichen sucht (…die Gibb River Road ist ein Kindergeburtstag dagegen…) sind wir dann endlich um 1.30 in Kilifi angekommen. Fiona hatte netterweise schon mein Bett gemacht und das Moskitonetz arragiert, so dass ich nur noch muede ins Bett fallen brauchte.
Am naechsten Tag bin ich dann natuerlich gleich mit ins Insitut gegangen, denn schliesslich war ich ja zum Arbeiten gekommen und nicht zum Ferien machen. Dem theoretischen Ansatz wurde dann aber von der Institusverwaltung ein Riegel vorgeschoben, da der noetige Papierkram noch erledigt werden musste. Die ersten Tage habe ich daher damit verbracht, der IT Abteilung (der vom KEMRI und vom WEHI) auf den Geist zu gehen, um meinen Computer ins KEMRI Netz und gleichzeitig ans WEHI Netz zu klinken, was eine mittlere Herausforderung zu sein schien. Der IT Chef vom WEHI, der sich der Sache persoenlich angenommen hatte meinte jedenfalls zwischendurch, dass reisende Wissenschaftler mit all ihren Wuenschen eine echte Herausfoderung waeren (vielleicht meinte er auch 'echte Nervensaegen'?!). Heute, nach fast 2 Wochen, laeuft jedenfalls alles, und ich habe auch zum ersten Mal Skype ans Laufen bekommen und endlich mit Stefan telefoniert.
Kilifi, um es kurz zu erklaeren, liegt ziemlich genau zwischen Mombasa und Malindi an der Kueste des indischen Ozeans, wo der Rare River in den Ozean muendet. Was ziemlich nett und romantisch klingt (weil man Mombasa und Malindi aus den Neckermann und Tui Katalogen kennt) ist aber in Wirklichkeit gar nicht so romantisch, denn der Kilifi district ist der zweitaermste in Kenia. Das Insitut (KEMRI: Kenyan Medical Research Insitute) hat sich in Zusammenarbeit mit dem britischen Wellcome Trust zur Aufgabe gemacht, epidemiologische und klinische Forschung quasi ‘vor Ort’ zu betreiben. Da Malaria im Kilifi District endemisch ist, werden hier grosse Kohortstudien durchgefuehrt, die die Untersuchung von Serumproben Malaria -infizierter und -uninfizierter Menschen beinhaltet. Ausserdem ist das Institut aehnlich wie das Tropeninstitut in Hamburg mit einem Krankenhaus assoziiert, so dass man quasi direkten Zugriff auf allerlei Serumproben hat. Die Nutzung dieser Serumproben fuer unsere Experimente ist auch der Grund, warum hin und wieder Wissenschaftler aus unserem Labor in Australien herkommen, um hier ein paar Experimente zu machen.
Hier ein erster Eindruck von Kilifi:

Das Haus von Alison, bei der Fiona und ich gerade wohnen

auf dem Weg zur Arbeit kommt man durch viiiel Gruen...

...und an solchen schoenen Baeumen vorbei

Die Haeuser der Dorfbewohner

noch mehr Behausungen...immerhin im Gruenen!

Downtown Kilifi (o:

Eine der zwei Hauptstrassen im Zentrum

Barbie auf Afrikanisch

Marktstaende entlang der zweiten Hauptstrasse

jede Menge handgefertigte Blumenkuebel

Fiona auf dem lokalen Gemuesemarkt
1 Kommentar:
Der Grill von dem Macker sieht ja sehr vertrauenserweckend aus... Schon was vom 'Grill Imbiss' geholt? Oder gibt es auch 'Bringdienste' per Tuk Tuk???
Liebe Grüße, M.
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