Zurueck in der Welt der warmen Duschen: Philly
Zurueck in der Zivilisation. Nach 20 Flugstunden und 3 Zwischenstopps (in Nairobi, Zuerich und Bruessel) bin ich endlich in Philadelphia angekommen. Ziemlich muede und mich auf eine warme Dusche freuend wurde ich aber erstmal enttaeuscht, denn im wohlorganisierten Rest der Welt kann man nicht einfach in ein Hotelzimmer ziehen, wenn der eigenen Name nicht auf der Reservierung steht. Demnach hiess es: warten. Und zwar auf meine Aussie-Kolleginnen Fiona und Leanne, mit denen ich mir in der ersten Nacht ein Zimmer teilen (in diesem Falle dritteln) sollte, und deren Namen auf der Reservierung standen. Jau. Natuerlich ist ausgerechnet Cleo als erstes aufgetaucht, obwohl sie mit Fiona und Leanne Melbourne zusammen im GLEICHEN Flugzeug verlassen hat. Die anderen beiden blieben erstmal verschollen und mir meine Dusche damit verwehrt. Ein lecker Chardonnay und eine ordentliche Mahlzeit zusammen mit Cleo im naechstbesten Pub haben die Lebensgeister aber wieder geweckt, und als wir zurueck kamen, war auch der Rest der Aussie-Fraktion eingetroffen, und ich konnte meine Dusche geniessen, und anschliessend ins wohl weichste Bett der Welt fallen. Nicht jedoch bevor ich die Rezeption zweimal um Bettlaken fuer das dritte Bett im Zimmer bitten musste, und mir netterweise den Karren vom bell boy ausleihen durfte, um mein Gepaeck eigenhaendig in den 23. Stock zu manoevrieren. Sitten sind das (innerliches Kopf schuetteln).
Der naechste Tag, Samstag, war ja noch frei, und deshalb haben wir es langsam angehen lassen, Fruehstueck im nahen Terminal Market gehabt (weil nicht im Hotelpreis inbegriffen….schon wieder innerliches Kopf schuetteln…), und eine kleine Tour durch die Stadt gemacht. Philly ist echt nett, ich kann verstehen, warum die Menschen die Stadt moegen. In Philadelphia ist die Unabhaengigkeit der ersten 13 Kolonien in Nordamerika von der Britischen Krone deklariert worden, und darum gibts an jeder Ecke was Historisches zu sehen. Oder Kunst, oder im Zweifel Beides.
Ab Sonntag hiess es dann: Gehirn wieder anschalten. Vortraege und Symposien von morgens bis abends, mal mehr und mal weniger interessant, eindeutig jedoch zu Mediziner-lastig, so dass mein molekularbiologisches Herz ein bisschen zu kurz gekommen ist. Was nicht heisst, dass ich nicht eine Menge gelernt haette. Ueber den derzeitigen Stand der Impfstoffentwicklung beispielsweise, der nicht sooo vielversprechend aussieht, dass wir alle naechstes Jahr arbeitslos zu werden drohen. Sogar an den Abenden haben wir mit Diskussionen ueber den Sinn bzw. Unsinn von Impfstoffprojekten, Ethik in Erprobungsgebieten und die Pharma-Mafia gehabt, immerhin aber freiwillig und immer bei einem netten Abendessen und einem schoenen Weinchen. Nach 4.5 Tagen des Zuhoerens, Diskuttierens, ‘Schwafelns’ und ‘Neuigkeiten austauschen oder verheimlichen’ war der ganze Zinnober dann wieder zu Ende, und ich habe mein grossartiges Bett mit der allabendlichen Schokolade auf dem Kopfkissen gegen ein einfaches Hostelbett eingetauscht. Dazu mehr beim naechsten Mal.
irgendwo in Philadelphia, hab vergessen wo das war...
die City Hall by night, direkt neben unserem Hotel
die Beesonettes beim Dinner: Patricia (Cleos room mate), Fiona, Ivo, Cleo, Linda, Leanne und Danielle
City Hall und Skyline und ganz schoen blauer Himmel
nur Skyline und ganz schoen blauer Himmel
die Beeson chicks u.a.: Arlene, Linda, Leanne, Fiona, Cleo, Danielle
zu guter letzt: das sagen umwobene Philly-cheese-steak

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