Dienstag, Mai 26, 2009

Wenn man eine Reise tut...

...Zu Fuss durch Hue!


Nach einer dreistuendigen Taxifahrt (!) kamen wir puenktlich zum Abendessen in Hue an. Es soll 'fantastic food' geben preist Mr. Lonley Planet an, und so machen wir uns als erstes auf die Suche nach einem geeigneten Plaetzchen fuer unser Dinner. Wir landen in einem vegetarischen Restaurant, auf dessen Karte 'beef', 'lamb', 'pork' und 'chicken' angepriesen wird. 'Not meat, all fake' vertraut uns der Chef jedoch an, aber was das fake 'beef', 'lamb', 'pork' und 'chicken' dann wirklich ist, verraet er uns nicht. Naja, es schmeckt jedenfalls, und bei ein, zwei Runden leckerem lokalem frisch Gezapften schmieden wir Plaene fuer den naechsten Tag. Hue soll ja das intellektuelle, spirituelle und kulturelle Herz Vietnams sein verraet uns Mr. Lonely Planet noch, da muessen wir schliesslich sehen, dass wir alles Sehenswerte in 2 Tagen abklappern koennen. Hier haetten wir unseren Mr. Da gebraucht!


Dinner time, in einem vegetarischen Restaurant.
Wahrscheinlich ist die Ratte deshalb ganz unverfroren durchs Restaurant getanzt, weil sie keine Angst haben musste, im Kochtopf zu landen...

Am naechsten Tag starten wir unser Sight Seeing Programm an der Zitadelle, einer riesigen von hohen Mauern umzogenen Anlage am Nordufer des Song Huong, des Parfuemflusses. Nachdem wir nach einigem Umherirren das richtige Tor mit dem richtigen Eingang gefunden hatten, wurde uns ordentlich was geboten:


Sight Seeing zum Zweiten! Eines der Seitentore zur Zitadelle.
Nicht der richtige Eingang wie wir feststellen.


Hier isser, der Haupteingang. Das Tor zur 'Imperial Enclosure'


Auf dem Weg zur 'forbidden purple city', die Privatresidenz des Kaisers.
Drinnen waren nur Konkubinen und Eunuchen erlaubt...


Tempel und Privatgemaecher...


Privatgemaecher und Tempel...oder machmal beides in einem.


Ein bisschen 'Geschichte' lesen.

Nach einigen Stunden haben wir erstmal wieder genug alte Steine gesehen, und wir verbringen den Nachmittag ein einem Cafe, wo wir abwechselnd frisch gepressten Limettensaft und vietnamesischen Kaffee trinken, wahlweise heiss oder auf Eis, und beschaeftigen uns mit schwierigen Fragen wie der Gestaltung des naechsten Tages. Gut, das wir Herrn Loose und Herrn Lonely Planet immer dabei haben, denn die empfehlen einstimmig eine Fahrt auf dem Parfuemfluss. Einen Riesen-Touristenschiff wollen wir nicht, das steht schonmal fest, also gehen wir am naechsten Tag einfach an den Fluss, und sehen, was sich so ergibt. Tatsaechlich sind wir kaum in Flussnaehe, als wir schon wieder umringt sind von Menschen, die eine Fahrt auf ihrem Boot als natuerlich die beste ueberhaupt anpreisen. Schlussendlich entscheiden wir uns fuer ein Booetchen, auf dem nur wir 3 auf einem Boot umherschippern, das offensichtlich Wohnung und Arbeitsplatz in einem ist.


Eine Seefahrt die ist lustig, auch zum Zweiten. Dieses Mal auf dem Song Huong.


Leben und Arbeiten am Flussufer.


Mit dem Rad zur Arbeit

Natuerlich gehts auch bei einer Flussfahrt nicht ganz ohne Kultur, denn am Flussufer sind Grabanlagen diverser Kaiser aus der Nguyen Dynastie aufgereit wie an einer Perlenkette. Eines sehen wir uns an, und zwar das von Emporer Tu Duc. Ein nettes Plaetzchen hat er sich da ausgesucht:

Grabanlage von Kaiser Tu Duc, ein ganz unkomplizierter Zeitgenosse:
Er liess fuer jede Mahlzeit 50 Gaenge von 50 Koechen vorbereiten, und diese dann von 50 Dienern servieren. Sein Tee wurde aus dem Tau bereitet, den man am Morgen von den Blaettern sammeln musste....


Mal sehen was Herr Loose zu diesem Thema weiss...


Palast innerhalb der Grabanlage. Hier musste die Ehefrau
nach dem Tode Tu Ducs ausharren,um sich ganz der Trauer hinzugeben.

Pause an der Thien Mu Pagode, danach gehts zurueck nach Hue City.

Blick auf den Parfuemfluss.

Auf dem schippern wir jetzt wieder Richtung Hue City. Und weil uns das mit dem 'freien' Nachmittag gestern so gut gefallen hat, beschlissen wir, den Rest des Tages am Strand zu verbringen, bevor wir am Abend die Weiterreise nach Ha Noi antreten, wo dann endlich Stefan zu uns stoesst.

Fuesse hochlegen am Strand, und zum ersten Mal zeigt der Himmel einen durchgehenden Blauton...

Keine Kommentare:

 
Locations of visitors to this page