Kilifi die Zweite...
Eine erste Inspektion des Hauses zeigt: auch hier alles beim Alten. Meine Freunde, die Kakerlaken leben immer noch im Schrank unter der Spuele und mein Feldzug am Montagabend endete mit drei Gefallenen auf ihrer Seite…. Natuerlich haben die Biester noch ein bisschen gezappelt, so dass ich sie liegenlassen habe um sie am naechsten morgen im Muelleimer zu bestatten…. Da aber waren sie verschwunden, was mir ein bisschen Sorge bereitet. Wenn sie nicht mittlerweile resistant gegen meine Hauptwaffe ‘Doom’ sind kann das nur bedeuten, dass sie von Ameisen abtransportiert wurden. Das ist nicht unwahrscheinlich, denn die Ameisen transportieren ALLES ab, was man fuer einige Sekunden aus den Augen laesst, notfalls sogar eine Scheibe Toast. Auch das ist also beim Alten geblieben. Die Gecko Familie im Wohnzimmer hat sich vergroessert: mindestens 4 Mini-Geckos habe ich gezaehlt, die von mir aus machen koennen was sie wollen, so lange sie die Mosquitos dezimieren und nicht in meinem Koffer wohnen. Neu ist allerdings eine Bande Affen, die gerne auf dem Hausdach rumtobt, bevorzugt in den SEHR fruehen Morgenstunden, eine Art Fruehsport wie es scheint. Da das Haus mit einem Blechdach bestueckt ist koennt Ihr sicher sein, dass man sogar hoeren wuerde, wenn eine Katze auf Samtpfosten drueberlaueft, auf jeden Fall aber fast taub wird beim Getobe der Affen. Apropos Katze: die ist auch neu, treibt sich gerne ich Garten herum und sieht aus wie die Re-inkarnation von Maredo, der wohl beschlossen hat, sein x-tes Katzenleben unter der Sonne Kenias zu fristen, in Affengesellschaft. Neu ist ebenso der Nachtwaechter. War bisher die oertliche Security Firma KK fuer die Sichereit des Hauses verantwortlich, ist nun ein Masai an deren Stelle getreten. Die Masai sind der traditionelle Kriegerstamm aus dem Gebiet der Masai Mara, was ja bei der Auswahl eines Nachtwaechters ein interessantes Detail sein kann. Dieser Kollege allerdings macht eher einen lethargischen als kriegerischen Eindruck, was entweder am Wetter oder an seinem Gemuet liegt. In beiden Fallen hoffe ich, dass er aufwacht, wenn es denn mal was ‘zu tun’ geben sollte, was aber wiederum sehr unwahrscheinlich ist. An Sonntagen kommt Raphael um den Masai fuer eine Nacht abzuloesen. Der erscheint mir schon etwas wacher, und man hoert ihn hin und wieder nachts husten wenn er ums Haus schleicht und ‘aufpasst’, was einem suggeriert, dass er zumindest nicht schlaeft (und schnarcht, wie der Masai). Debora kommt immer noch zwei mal in der Woche und macht immer noch die Waesche… und immer noch alles bis auf Unterhosen, die muss man selber waschen. Jaja, so ist das Leben in Kilifi…








1 Kommentar:
Maredo lebt! Das ist die beste Nachricht des Tages! Wir haben uns ja sowas schon gedacht - ihm war hier einfach zu kalt und er wollte wohl nicht noch einen Winter bibbernd vor unserer Terrassentür verbringen, während hier drinnen der Ofen brodelt...pfleg ihn gut und grüß von uns ;-)
Ansonsten mal wieder ein schöner Bericht mit schöööönen Fotos, sieht ja fast ein bisschen aus wie in Cambodia - wenn das Essen und die Coketails da auch so lecker sind, können wir uns 2011 gern dort treffen. Bis dahin gibt's doch auch 'ne Impfe gegen Malaria, oder? Ich mein nur, wegen Lennart...(ansonsten gestaltet sich die Treffpunkt-Such nämlich schwierig...aber dazu dann mal mehr, wenn Du wieder in good old Melle bist?!
Bis dahin eine dicke, fette Umarmung und immer schön aufpassen! Und mach mal'n Foto von den Ameisen, wenn sie gerade einen Toast abtransportiern;-)
Yours, Sunny
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