Von Vulkanen und Seen...
Fuer den folgenden Tag stand 'activity to be decided on the spot' auf dem Programm, was im Klartext hiess, dass wir fuer diesen Tag quasi eigentlich 'keinen Plan' hatten. Das hielt jedoch nicht lange an, denn aufgrund unseres unfreiwillig ausgedehnten Gewaltmarsches zu den Gorillas hatten wir den Nachmittagsprogrammpunkt vom Vortag verschieben muessen: erstens waren wir viel laenger unterwegs gewesen als geplant, ausserdem waren wir ausgehungert wie die Woelfe und brauchten zudem den Rest des Tages, um uns und unsere Kleidung wieder in einen repraesentablen Zustand zu bringen. Letzteres war nicht so schwer, denn die Lodge - schwer auf Zack - hatte einen Wasch- und Schuhputzservice im Angebot, letzterer im Zimmerpreis inklusive. Waehrend unsere Hosen und Schuhe langsam wieder ihre urspruenglichen Farbe annahmen, mussten WIR auf den Generator warten... warmes Wasser erst wieder am Abend.
Am naechsten Morgen also steht Amos einmal mehr mit gewissenhafter Puenktlichkeit vor der Lodge parat. Ganz spontan und 'on the spot' entscheiden wir, dass es zu den Seen Ruhondo und Burera gehen soll. Das wir die landschaftlich schoene Route waehlen, brauche ich wohl nicht zu erwaehnen... schon wieder bieten sich am laufenden Meter sagenhafte Ausblicke, und allmaehlich mache ich mir Sorgen um die Kapazitaet meiner Speicherkarte!
Auf einem schmalen Kamm angekommen, streifen wir durch den Garten einer Lodge, um die 360 Grad Ausblicke auf die Vulkane und die Seen zu geniessen. Kurz bedauern wir, dass wir nicht reich sind (eine Nacht hier kostet stolze 700$), und wir ueberlegen, wie wir Freya einen Millionaer angeln koennen. Im tiefsten Inneren aber wissen wir: Geld allein macht auch nicht gluecklich, und so widmen wir uns wieder den Dingen, die wir uns leisten koennen. Eine Fahrt nach Akagera zum Beispiel, dem Nationalpark am westlichen Ende des Landes, an der Grenze zu Tanzania. Dahin brechen wir nun auf, denn dort wollen wir die naechste Nacht verbringen. Zwischendurch stoppen wir aber noch in Musanze, ehemals Ruhengeri, um ein bisschen auf dem oertlichen Markt zu stoebern. Amos besorgt uns zum Mittagessen Ziegenschaschlik und Backkartoffeln. Die anfaengliche Zurueckhaltung war auch voellig fehl am Platze, denn ich stelle fest, dass ruandische Ziegen nur ungefaehr halb so zaeh sind wie kenianische Ziegen (aber das bleibt unter uns, wir wollen ja in Kenia niemanden auf die Fuesse treten). In Kigali legen Freya und ich einen weiteren Stopp am Pool des Hotels Mille des Collin ein. Ein Bier, oder lieber einen Cocktail? Wir koennen uns nicht entscheiden und nehmen einfach beides. Nacheinander versteht sich, und wir haben die 700$ Lodge schon fast vergessen...

Drei der Virunga Vulkane, die dem Nationalpark ihren Namen geben.
Um dem Ausblick eine Dimension zu geben: der hoechste Vulkan in dieser Kette ist stolze 4500m hoch

Traute Dreisamkeit

Twin Lakes...

Lake Ruhondo

Lake Burera

Zurueck in der Zivilisation: Markt in Ruhengeri/Musanze

und die allgegenwaertige gelbe (oder zuweilen gruene) Beerenfrucht

saeckeweise Kohlehydrate

Kopflastig

Auf dem Rueckweg nach Kigali

2 Kommentare:
....einfach nur beneidenswerte Erlebnisse, plastsisch beschrieben. So schön kann die Welt sein.
Mal wieder kann ich nur sagen: irgendwas machst du einfach richtig!!!! Super Bilder, mein Neid ist mit dir ;-))
Big Hug aus CH
Tina
Kommentar veröffentlichen