Montag, März 14, 2011

Auf der Suche nach Ellie

Wenn man schon in Afrika ist, gehoert natuerlich eine standesgemaesse Safari ins Programm. Nun ist ausgerechnet Rwanda fuer alles moegliche beruehmt, ausser fuer grosse 'Big-Five'-Safaris. 'Akagera' im aeussersten Osten Ruandas galt lange als einer der eindruecklichsten Parks in Ostafrika - mit seinem Ruf  allerdings ging in den 90-ger Jahren rapide bergab, als ein Grossteil des Parks zwecks Fluechtlingsbeherbergung zu Farmland umgewandelt werden musste. Die seitdem im verbleibendem Rest des Parks stattfindenden Safaris gelten daher weithin eher als 'vegetarische Safaris', da sich die meisten Vierbeiner laut unseres staendigen Begleiters 'Mr Lonley Planet' auf 'verlaengerten Urlaub ins angrenzende Tanzania' verzogen haben. Noch immer wird der Park aber wegen seiner landschaftlichen Schoenheit geschaetzt, denn hier trifft man anstatt auf Vulkane und Regenwald auf die typische afrikanische Savanne, und an der Grenze zu Tanzania auf eine Kette von Seen, die sich fuer Tierbeobachtungen bisher noch immer als praktisch erwiesen haben. Zudem wurde nicht ganz unberechtigt auf den Umstand hingewiesen, dass wo wenig Tiere zu erwarten sind vermutlich auch wenige andere Touristen zu erwarten seien... ein nicht zu vernachlaessigendes Argument, denn wer will schon Schlange stehen, um einen Elefanten zu fotografieren?! Nun denn, wo wir schon mal in Rwanda sind, machen wir uns auch auf nach Akagera und hoffen das Beste.


Noch gehts durch bewirtschaftetes Land...


...Richtung Akagera Nationalpark


Angekommen in der Akagera Lodge, puenktlich zu Abenddaemmerung; in anderen Worten: puenktlich zum sundowner Bier. Oder in Freya's Worten: Angekommen um beer-o'clock, wobei diese Zeitangabe allerdings variabel ist und nahezu jede beliebige Zeit des Tages beschreiben kann. 'Is it beer-o'clock yet?'


Blick von unserem Balkon. Dies ist der Sonnenaufgang, und wurde mit einem Kaffee begangen... Jetzt sieht auch alles ganz friedlich aus, nachdem sich in der Nacht ein paar freche Paviane auf unserem Balkon ausgetobt haben, und uns einen Riesenschrecken eingejagt haben. Rwandische Affen scheinen genauso grosse Plagegeister zu sein wie kenianische. Dies wird einmal mehr bestaetigt, als uns der Chef der Affenbande aus der Hotellobby eine Flasche Passionfruit juice klaut, in sicherer Entfernung die Flasche zerbricht, und genuesslich unsere Saft aufschluerft. Hier ist die Beschreibung 'Saubande' wohl verdient...!


Fruehstueck auf der Fruehstuecksterasse; dieses allerdings kam reichlich spaet, weil wir irrtuemlichweise einer 'religioesen Reisegruppe auf Mission' zugerechnet wurden, die erst spaeter zum Leben erwachte... Zum dritten Mal in Folge musste Amos so auf die 'Ladies' warten, weil das Fruehstueck zu spaet kam...


Aha. Der erste Vierbeiner...


...und gleich noch ein paar. Wer sagt, dass hier nichts los ist?!


Gemeinschaftliches Fruehstueck der 'Donkeys in Pyjamas'


Portrait


Ein Nilpferd an Land, und das bei Tageslicht. Ungewoehnlicher Anblick.


So stellt man sich das schon eher vor: eine schnaufende Nase kommt aus dem Wasser.


Warten auf nasse Vierbeiner


Endlich meine Lieblinge: lauter Ellies, wenn auch in einiger Entfernung.


Wenn es sonst nichts gibt... Boeckchen gibts immer!


Savanne wie sie im Buche steht... nur tatsaechlich leider ohne grosse Katzen, oder vielleicht waren wir ja auch nur zu blind...


Am Ende des Tages gehts es dann schon wieder zurueck nach Kigali. Freya und ich verbringen die letzte Nacht bei 'Chez Landos', bevor wir am naechsten Tag noch das eher erschuetternde 'must see' in Kigali besuchen: das Genocide Memorial; Details seien Euch an dieser Stelle erspart. Nach diesem etwas traurigem Abschluss unserer Reise setzt uns Amos wieder am Flughafen ab und wir stellen fest, dass die Zeit mal wieder wie im Fluge vergangen ist - wie immer, wenn man eine tolle Zeit hat. Fazit: Rwanda ist ganz definitv eine Reise wert, und wie wirklich IMMER haetten wir gerne mehr Zeit gehabt, noch die eine oder andere weitere Ecke auszukudschaften. Oder ueber die Grenze in den Kongo zu fahren. Oder nach Uganda... vielleicht nicht nach Burundi, aber auf jeden Fall Tanzania... die Moeglichkeiten sind unbegrenzt und ich fuerchte, wir muessen einfach nochmal wiederkommen, aber die Erkenntnis ist ja nicht neu. Im Moment jedenfalls ruft Kenia, Kilifi genauer gesagt, und wir steigen mehr als zufrieden mit unserer Reise nach Rwanda in den Flieger zurueck nach Mombasa. 

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Huhu! Während Hägar das Aussie-Soccer-Match verfolgt und beide(!) Kinder schon schlafen sende ich mal Grüße nach Down-Under mit der Bemerkung, dass wir alle diese Tierchen heute auch bei strahlendstem Sonnenschein gesehen haben! Naja, wir waren halt seit längerem mal wieder im Zoo, das erste Mal mit Jesper und es war super. Bis bald mal, viele Grüße von Gudi & Co.

 
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