Dienstag, März 15, 2011

Immer der Sonne hinterher

Lange ist's schon wieder her, aber bevor wir in die Berichterstattung aus Franzoesisch Polynesien einsteigen, wollen wir Euch einen Bericht unserer Weihnachtsaktivitaeten nachliefern. Wie sich ja vielleicht mittlerweile rumgesprochen hat, ist es mit Australiens Duerre vorbei - ein La Nina Jahr hat nicht nur Victoria, sondern gleich dem ganzen Kontinent jede Menge Regen gebracht, und uns damit den schlechtesten Sommer seit unserer Ankunft beschert. Nun wollen wir uns mal nicht zu laut beschweren, denn der schlechteste Sommer Australiens kann es vermutlich noch immer ganz gut mit einem tollen Sommer in Deutschland aufnehmen, aber dennoch wollten Camingtrips in diesem Jahr ein bisschen weitsichtiger geplant sein, wenn man nicht samt Zelt auf und davon schwimmen wollte. Dies hatte dann zur Folge, dass wir bis zum Heiligen Abend noch immer nicht entschieden waren, wo die Reise dieses Mal hingehen sollte. Nach einem weiteren Studium des Wetterberichts am 1. Weihnachtsmorgen aber haben wir dann entschieden, uns zuerst in die Alpen zu wagen. Natuerlich ist so kurzfristig und dann noch am ersten Weihnachtstag garatiert kein Campingplatz mehr buchbar, und so hiess es losfahren und hoffen auf das Beste. Im Nug Nug Reserve am Mt Buffalo Natinalpark war dann auch noch ein Paetzchen fuer uns frei, und so haben wir hier die erste Station eingelegt. 

Die Schlueter/Leykaufs am Mount Buffalo: hier stimmt's schonmal mit dem Wetter - blauer Himmer und eitel Sonnenschein, wenn auch aufgrund der Hoehenlage ein bisschen frisch...

Holger und Jonas auf dem Gipfel vom 'Mount Dunn'

Eine Wanderung, die ich lange schon machen wollte, war der track auf dem Razorback zum Mt Feathertop, dem zweithoechsten Berg Victorias. Einmal schon standen wir am Ausgangspunkt des Wanderwegs, aber weil man damals vor lauter Nebel die Hand vor Augen nicht sehen konnte, hatten wir es damals bevorzugt, den track track sein zu lassen, und uns anderweitig zu vergnuegen. Heute aber sah das Wetter prima aus, und so haben Stefan und ich unser Zeltchen eingepackt, die Wendy eingeparkt und ihr einen Tag frei gegeben, und und haben uns aufgemacht zur Uebernachtung auf dem Mt Feathertop:

Der track zum Mount Feathertop...

... immer auf dem Kamm des Razorback...

...oder am Hang entlang...

...immer mit ganz passablen Aussichten und dem Weg deutlich vor uns

Stefan beim Gipfelsturm

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang auf dem Gipfel vom Mt Feathertop

Der Aufstieg hat sich gelohnt: wolkenlose 360 Grad Ausblicke!

Diese Huette am Fusse des Mt Feathertop war das Etappenziel

Auf dem Rueckweg, denn heute ging es noch weiter Richtung....

...'Mighty Snowy River'...

Der Snowy River war das Ziel fuer die naechste Uebernachtung, an Silvester. Eine gute Entscheidung, denn ein kuehles Bad im Fluss nach zwei Tagen wandern in sommerlicher Hitze war der kroenende Abschluss des Tages. Ein 'total fire ban' allerdings machte aufgrund der Hitze unserem Silvester BBQ einen Strich durch die Rechnung, so dass wir zum Jahreswechsel ganz fuerstliche Sandwiches verspeist haben, und mit einem gut gekuehlten, selbstgemischten Alster runtergespuelt haben. Mitternacht haben wir dann mal wieder nicht erlebt, denn soviel Wandern in Kombination mit Hitze macht doch muede....

Hier von der McKillop Bridge aus gesehen...

...und die andere Richtung.

Zeltplatz am Campingplatz McKillpo Bridge. Mal wieder niemand zu sehen. 

Bei diesen Aussentemperaturen wird sogar ein Gebirgsfluss warm: 
Abkuehlung im Snowy River

Am Neujahrsmorgen gings weiter Richtung Woodside Beach, ein Teil des 90 mile Beaches, denn auch hier war mittlerweile das gute Wetter angekommen. Hier wollten wir eine ganz enspannte Woche am Strand verbringen, und nichts weiter tun als faulenzen, baden gehen und gelegentlich den Grill anwerfen... so aehnlich war es dann auch, und sogar Petrus war uns gnaedig. Das haette also geklappt, das mit dem 'der Sonne hinterher' fahren....

Zu guter Letzt ein Stopp am Meer: Paradise Beach am 90 Mile Beach

So geht's, hier kann man bleiben. 

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