Samstag, Oktober 13, 2007

da bin ich wieder...

…schon wieder ein Beispiel, dass die coole Ferienzeit immer viiiiel zu schnell vorbei ist. Hatte eine richtig tolle Zeit, und werde versuchen, Euch der Reihe nach zu berichten. Bin also am Dienstag letzter Woche mit einem Matatu Richtung Mombasa geschaukelt, habe mich voellig unspektakulaer mit einem Taxi zum ‘New Palm Tree’ Hotel bringen lassen, und dort die Nacht verbracht. Am Abend habe ich Humphrey von der Tourorganisation getroffen, der mir das weitere Vorgehen naeher bringen sollte. Zunaechst sollte ich jedoch einen weiteren Abschlag bezahlen, was eigentlich nicht ausgemacht war, und uns deshalb eine halbe Stunde zaeher Verhandlungen eingebracht hat. Immerhin bin ich mittlerweile im Handeln geschult, und habe meine Position sehr gut verteidigen koennen (Stolz!)! Danach wurde mir dann eroeffnet, dass ich statt eines return Flugtickets Mombasa-Nairobi-Mombasa nur einen one way Flug Mombasa-Nairobi bekommen sollte, und fuer den Rueckweg auf den Nachtzug von Nairobi nach Mombasa gebucht war. Hakuna matata. Was solls. Bei der Diskussion stand ich auf verlorenem Posten… Am naechsten Morgen bin ich dann in aller Herrgotts Fruehe zum Flughafen gebracht worden, und bin um 6 Uhr in den Flieger nach Nairobi gestiegen, der auch puenktlich (!) abgehoben ist. Aus dem Flugzeug konnte ich schon einen Blick auf den total eindruecklichen Kilimanjaro werfen (den Killi, wie er liebevoll genannt wird). In Nairobi wurde ich dann abgeholt und wegen des morgentlichen Verkehrschaos schon mit einstuendiger Verspaetung zum Buero der Organisation gebracht, wo ich den Rest der Truppe treffen sollte. Zunaechst musste ich aber dann doch endlich den Rest der Rechnung begleichen, also habe ich meine Kreditkarte gezueckt, und…….musste dann doch zur naechsten Bank laufen, weil entweder das Lesegeraet oder meine Kreditkarte im Eimer war (Wahrscheinlichkeit in dieser Reihenfolge!). Nach halbstuendigem Anstehen in der ersten Bank stellte sich heraus, dass auch dieses Lesegeraet im Streik war, was mir eine weitere halbe Stunde in einer zweiten Bank eingebracht hat. Hier habe ich aber endlich mein Geld bekommen, so dass ich die Tour bezahlen konnte, und es endlich losgehen konnte. Dachte ich. Denn die Tour, auf die ich gebucht war, hatte mittlerweile Nairobi verlassen, weil sie nicht laenger warten wollten. MIT meinem Gepaeck natuerlich. Hakuna matata die zweite. Als ich kurz vor einem mittelmaessigen Anfall stand (berechtigterweise wie ich fand, nachdem ich um 4 Uhr aufgestanden war und um 11 immer noch kein Fruehstueck hatte), wurde mir aber dann rechtzeitig vorher mitgeteilt, dass ich stattdessen mit einer anderen Gruppe losfahren sollte, die die gleichen Ziele auf dem Programm hatte, und die erste Gruppe (und mein Gepaeck) in der Masai Mara treffen sollte. Wie sich spaeter raustellte, war das mal wieder ein klassischer Fall von Glueck im Unglueck, denn diese Truppe war wahrschienlich das Beste, was mir passieren konnte; zwei Australier aus Melbourne (Anna und Stephen), und Joerg und Gunnar aus Deutschland. Klein ist die Welt. Zu fuenft sind wir dann gegen Mittag endlich losgekommen, und haben kurz darauf in einem Ort dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, angehalten und zu Mittag gegessen. Nach dem ganzen Chaos vom Vormittag war uns allen nach einem kuehlen Bier, und so haben wir beim Anstossen mit einem gut gekuehltem Tusker (nicht selbstverstaedlich, das ‘gekuehlt’…) die Tour eingelauetet und den Grundstein fuer eine fantastische gemeinsame Zeit gelegt! Nach dem Essen gings weiter, auf den schlechtesten Strassen die mir bisher untergekommen sind. Kann mich nicht erinnern, irgendwo in Afrika soooo schlechte Strassen befahren zu haben, ehrlich. Der Fahrstil unseres Fahrers hat auch nicht gerade zur Entspannung beigetragen, und so waren wir alle froh, als wir am Abend heile und gerade noch rechtzeitig fuer den ersten evening game drive in der Masai Mara angekommen waren. Die Landschaft und die Tierwelt haben dann ganz schnell das Chaos des Tages vergessen lassen, und bei unserem abendlichen Tusker im camp zusammen mit dem zweiten Teil der Truppe (die mit meinem Gepaeck) haben wir schon ueber das ganze Chaos lachen koennen. Hakuna matata!



das gate zur Masai Mara


unser Safari-Bulli. Mit 4WD, vermutlich also Stefans Traumauto...


Landschaft in der Masai Mara


eine einsame Schirm-Akazie



noch mehr Gegend


'was sind denn das fuer grosse weisse Tiere?'


der Koenig der Tiere...


...und seine Koenigin...


...und der Nachwuchs dard auch nicht fehlen!


wie im Bilderbuch!


wer beobachtet hier wen?!


das 'gemeine' Zebra. Natuerlich nicht im Sinne von "fies", sondern von 'common'


ein paar faule Gesellen am Flussufer


lecker Fruehstueck!


die einfache Form von 'Bus fahren'


die Masai-Giraffe


nochmal wie im Bilderbuch


Zelten mal komfortabel, mit richtigen Betten!

auch ein Masai-Tanz darf natuerlich nicht fehlen. Die Masai laufen tatsaechlich so schoen traditionell und kunterbund durch die Gegend, auch ausserhalb der Doerfer von denen man nicht so recht weiss, was davon echt und was 'nur fuer die Touris' ist. Mich hat jedenfalls das gleiche komische Gefuehl wie in Namibia beim Himba-Stamm beschlichen, das ich nicht so recht wusste, was ich glauben soll...


die 'Haeuser' der Masai. Es brannten schon Herdfeuer drin, ein Indiz fuer die Echtheit?!


auch die Frauen tanzen natuerlich, bzw.
(in diesem Fall) schmettern ein froehliches Lied fuer die Touristen.

Vorlaeufiges Fazit: die Masai Mara hat mich schwer beeindruckt. Wegen der Tiere natuerlich, aber auch wegen der fantastischen Landschaft. Ich wuerde sagen, das Okavando Delta in Botswana hat es schwer, seinen ersten Platz unter meinen favourites in Afrika zu verteidigen. Auch wenn es in der Masai Mara eher 'voll' war, und man ueberhaupt nicht individuell oder privat, sondern nur mit gebuchten Touren reisen kann (und das zu allem Ueberfluss auf richtig sch...lechten Strassen): die Schoenheit der Landschaft und die Naehe der Tier ist es allemal wert!!!
Fazit Nr. 2: Ich fahre nie wieder ohne Kamera mit vernuenftigem Zoom auf irgendeine Safari. Sind mir doch ca. 3 Millionen Bilderbuch-Bilder durch die Lappen gegangen, weil allesamt als Suchbild geendet haetten. Nun denn. Hakuna matata.
Soviel also erstmal aus der Masai Mara. Demnaechst mehr aus Amboseli und Co. Bis die Tage also, liebste Gruesse und bis bald!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hi Linda,

mmmhh Safari-Bus mit 4wd schon ganz nett....
aber damit daraus ein Traumauto wird, muss schon ein VW-Zeichen drauf und die Karosse ein wenig eckiger sein....

CU on the 16th of Nov,
Stefan

 
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