Mittwoch, März 03, 2010

Bei den Kiwis: Im Norden der Suedinsel

Hallo Reisefolks!

Lange geplant und heiss erwartet war unser Trip nach Neuseeland, genauer gesagt auf die Suedinsel. Am Freitag den 23. Januar ging es los: Zusammen mit Kerstin, Holger und Jonas haben wir uns auf den Weg zum Flughafen gemacht. Die erste Ueberraschung des Trips war bereits, dass wir 4 1/2 Portionen inklusive Gepaeck (fuer mindestes doppelt so viele Personen...) in ein einziges Taxi passten, ich glaube, sogar der Taxifahrer hat gestaunt. Auch am Flughafen lief alles halbwegs problemlos, obwohl Herr Schlueter junior noch kein Visum fuer die Wiedereinreise nach Australien in seinen Babypass gestempelt hatte, und die Reiling'sche Fraktion in Erwartung des neuen Visums tags zuvor 'nur' ein 'bridging visum' in den Pass gestempelt bekommen hatten, und so konnte uns Air New Zealand dann sogar ganz ohne Verspaetung in den endgueltig letzten Winkel der Welt bringen. Christchurch war das Ziel, und hier kamen wir gegen Mitternacht an. In stroemenden Regen. Naja, dass das Wetter hier wechselhaft sein kann war uns ja klar, aber dass es uns gleich so empfangen musste war irgendwie nicht nett. Nun denn. Erstmal stand sowieso im Vordergrund, Karsten wiederzusehen und Kerstins Schwester Jutta kennenzulernen. Die beiden waren bereits am Nachmittag angekommen, und lagen schon im wohlverdienten Tiefschlaf, als wir nach einer kleinen naechtlichen Stadtrundfahrt endlich das richtige Hostel erreicht hatten. Machte uns nichts, man sieht sich ja nicht alle Tage, und deswegen wurde zwischen 1 und 2 Uhr nachts erstmal das Wiedersehen genossen und alle wichtigsten Neuigkeiten ausgetauscht.
Am naechsten Morgen galt der erste Blick dem Wetter. Immer noch mausgrauer Himmel. Immerhin regnete es nicht mehr, aber eitel Sonnenschein sieht anders aus. Egal, nach einem schnellen Fruehstueck musste Stefan erstmal los, seinen Englischtest fuers australische Visum machen (laaaange Geschichte), und Holger, Karsten und ich haben die beiden Campervans abgeholt, mit denen es dann theoretisch auch gleich weitergehen sollte. Nicht jedoch bevor wir nicht einen halben Supermarkt leergekauft, und die beiden Flitzer bis unters Dach mit allerlei mehr oder weniger gesunden Vorraeten bepackt haben, frei nach der Herren Albrecht's Motto 'bitte bevorraten sie sich'; schnell haben wir noch Stefan eigesammelt, und los gings Richtung Norden. Natuerlich war der der erste Tag quasi gelaufen, und an spannende Unternehmungen nicht mehr zu denken, also haben wir einfach ein bisschen 'Strecke gemacht', und haben dann unser erstes Lager in der Goose Bay direkt am Meer aufgeschlagen. Puenktlich zum Dinner fing es dann auch wieder an zu nieseln, so dass wir die Spaghetti Bolognese mit Nelkengeschmack (neuseelaendische Eigenheit) zu sechst IM Bulli eingenommen haben.
Am naechsten Tag haben wir unseren Weg forgesetzt, einen kurzen Stop in Kaikoura eingelegt, ein Wassertaxi fuer den Marlborough Sound gebucht, ein paar halbe Hummer inklusive passender Getraenke fuers naechste Dinner besorgt, um nach einem weiteren kurzen Stop in Blenheim zu unserem endgueltigen Tagesziel weiterzufahren, dem 'Whatamango Campground' nahe Picton, inklusive Blick in die Sounds. Von Picton aus ging es dann am naechsten Morgen los, ein Wassertaxi hat uns am Queen Charlotte Track ausgesetzt, damit wir ein bisschen Fussarbeit betreiben konnten.


Los gehts. Ausgesetzt am Ende des Queen Charlotte Tracks. Von hier heisst es zurueckwandern bis zum Aufsammelpunkt.
Karsten, Holger mit Jonas, Jutta, Kerstin, Stefan und Linda.

Steg zur Bucht, an der Captain Cook zum ersten Mal in Neuseeland
an Land gegangen ist.
Nicht ueber diesen Steg allerdings.

Aussicht auf stille Buchten und stilles Wasser entlang des Queen Charlotte Tracks.

Weitblick in die Marlborough Sounds.

Badeplatz.
Auch das Wetter fuehlt sich mittlerweile schon eher nach Baden an,
und der Himmel ist ein paar Nuancen heller.

Wieder zurueck in Picton verbringen wir eine zweite Nacht in "Whatamango", bevor wir am naechsten Tag ueber den Queen Charlotte Drive weiterfahren Richtung Motueka. Weil uns das mit dem Wandern so gut gefallen hat, buchen wir hier gleich das naechste Wassertaxi, das uns am naechsten Morgen in der Bark Bay im Abel Tasman Nationalpark aussetzen soll. Das haetten wir also im Sack. Wir ernten zwar einen mitleidigen bis unglaeubigen Blick von der freundlichen i-site Mitarbeiterin als wir mit unschuldigen Augen nach einem Tipp fuer die naechste Uebernachtung fragen ("Ihr habt noch keine Uebernachtung??"), aber auch dieses Mal war das Glueck mit uns, und wir haben noch zwei Stellplaetze in Marahau bekommen, von wo praktischerweise auch das Aquataxi ablegen sollte. Der Campingplatz fiel eher in die Kategorie 'nicht schoen aber selten', aber das Wetter war mittlerweile prima, und da wollen wir uns mal besser nicht beschweren.


Schwimmwesten fuer alle!

Im Wassertaxi. Hier allerdings noch an Land,
'im Boot auf Anhaenger'.


Die Bark Bay am Abel Tasman Walk.
Das Wetter ist uns endlich wohl gesonnen, und wir haben sogar Badesachen dabei!

Immer entlang am Rande des Abgrunds!

Ranger Stefan auf Haengebruecke im Gruenen.

Nette Aussicht allerorts!

Angekommen in der Torrent Bay.

Nach einem erfrischenden Sprung ins Wasser sind wir dann in der Anchorage bay wieder vom Aquataxi eingesammelt und zurueck Marahau gebracht worden. Nach einem kurzen t-shirt shopping stop hiess es dann wieder 'aufsitzen' und weiterfahren zum naechsten Etappenziel, dem Nelson Lakes Nationalpark.

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